KI und Recht – EU AI Act
Realisierung von KI-Systemen
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- Du kannst das dominierende Paradigma des maschinellen Lernens und seine Funktionsweise grundlegend erklären.
- Du kannst zwischen überwachtem, unüberwachtem und bestärkendem Lernen anhand ihrer Datenbasis und Ziele unterscheiden.
- Du kannst die Struktur künstlicher neuronaler Netze sowie die Besonderheiten von Deep Learning benennen.
- Du kannst die grundlegende Funktionsweise eines einzelnen künstlichen Neurons mathematisch nachvollziehen.
Das hast du gelernt
- Maschinelles Lernen ist das derzeit dominierende Paradigma zur Realisierung von KI-Systemen, bei dem sich Algorithmen durch Datenkalibrierung selbstständig verbessern.
- Die drei Hauptansätze sind überwachtes Lernen (mit Eingabe-Ausgabe-Paaren), unüberwachtes Lernen (Strukturierung ohne Labels) und bestärkendes Lernen (Optimierung via Feedback/Belohnung).
- Künstliche Neuronen verarbeiten gewichtete Eingaben über eine Aktivierungsfunktion, wobei der Lernprozess auf der schrittweisen Anpassung dieser Gewichte beruht.
Begriffe & Definitionen
TrainingsphaseEin vorgelagerter Schritt, in dem ein KI-System anhand von Beispieldaten lernt, bevor es tatsächlich eingesetzt wird.
TrainingsdatenEine Sammlung von Beispielen, die einem KI-System zum Lernen zur Verfügung gestellt werden.
Statistisches ModellEine mathematische Beschreibung von Zusammenhängen in Daten, die genutzt wird, um Vorhersagen oder Einschätzungen zu treffen.
Überwachtes LernenEin Lernansatz, bei dem das KI-System anhand von Beispielpaaren aus Eingabe und bekannter Ausgabe trainiert wird, um diese Verbindung selbst erlernen zu können.
Unüberwachtes LernenEin Lernansatz, bei dem das KI-System nur Eingabedaten ohne bekannte Ausgaben erhält und selbstständig Muster oder Gruppen darin erkennt.
Bestärkendes LernenEin Lernansatz, bei dem ein KI-System durch Belohnungen und Bestrafungen lernt, in einer Umgebung bestimmte Ziele möglichst gut zu erreichen.
KlassifizierungDie Aufgabe eines KI-Systems, Daten einer von mehreren vorgegebenen Kategorien zuzuordnen, zum Beispiel ob eine E-Mail Spam ist oder nicht.
AnomalieerkennungDas automatische Aufspüren von ungewöhnlichen Datenpunkten, die sich deutlich von den übrigen Daten unterscheiden, etwa betrügerische Transaktionen.
Collaborative FilteringEine Methode für Empfehlungssysteme, bei der Nutzer mit ähnlichem Verhalten verglichen werden, um passende Produkte oder Inhalte vorzuschlagen.
EmpfehlungssystemEin KI-System, das Nutzern automatisch Produkte, Inhalte oder Dienstleistungen vorschlägt, die für sie relevant sein könnten.
EingabeschichtDie erste Schicht eines neuronalen Netzes, die die Rohdaten entgegennimmt und an die nächste Schicht weitergibt.
AusgabeschichtDie letzte Schicht eines neuronalen Netzes, die das Endergebnis – etwa eine Kategorie oder einen Zahlenwert – liefert.
Versteckte SchichtEine Zwischenschicht in einem neuronalen Netz, die zwischen Eingabe und Ausgabe liegt und dort komplexe Merkmale aus den Daten verarbeitet.
GewichteZahlenwerte, die angeben, wie stark ein bestimmtes Eingabesignal bei der Berechnung eines Neurons berücksichtigt wird.
AktivierungsfunktionEine mathematische Funktion in einem künstlichen Neuron, die anhand der gewichteten Eingaben entscheidet, welchen Wert das Neuron ausgibt.
Was bedeutet …
Denk kurz nach, dann aufdecken.
Begriffe mit „Noch nicht“ kommen in der nächsten Lektion wieder.