KI und Recht – EU AI Act
KI-Kompetenz im Unternehmen aufbauen
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- Du kannst den in Artikel 4 der KI-Verordnung geforderten Dreiklang der KI-Kompetenz definieren.
- Du kannst bestimmen, welche Personen- und Rollengruppen im Unternehmen unabhängig von der Risikostufe des KI-Systems kompetenzpflichtig sind.
- Du kannst die vier inhaltlichen Mindestbereiche einer umfassenden KI-Schulung für ein Unternehmen benennen.
- Du kannst mithilfe einer KI-Kompetenzmatrix einen systematischen, fünfstufigen Implementierungsplan für Deine Organisation entwerfen.
- Du kannst die gesetzlichen Dokumentations- und Wirksamkeitsanforderungen für Schulungsmaßnahmen im Bereich der Hochrisiko-KI-Systeme umsetzen.
Das hast du gelernt
- Artikel 4 der KI-Verordnung etabliert KI-Kompetenz als ganzheitliche Kombination aus praktischen Fähigkeiten, technischem und rechtlichem Wissen sowie ethischem Verständnis.
- Die Pflicht zur Förderung der KI-Kompetenz gilt flächendeckend für alle Anbieter und Betreiber und schließt eigenes Personal sowie externe Dienstleister unabhängig von der Risikostufe der KI ein.
- Ein wirksames Kompetenzkonzept umfasst technisches Grundwissen, rechtliche Qualifikationen, ethisch-soziale Reflexionsfähigkeit sowie arbeitsplatzspezifische, organisatorische Fertigkeiten.
- Zur rechtssicheren Implementierung müssen Verantwortliche benannt, kontinuierliche Lernpfade etabliert, eine Kompetenzmatrix gepflegt und alle Schulungsaktivitäten behördensicher dokumentiert werden.
- Der pragmatische Rollout erfolgt über die Schritte Ist-Erfassung, Profildefinition, Lernpfad-Gestaltung, Format-Bereitstellung und abschließende Erfolgs- und Vorfallsmessung im Sinne einer lernenden Organisation.
Begriffe & Definitionen
Dreiklang der KI-KompetenzDie drei zusammengehörenden Bestandteile von KI-Kompetenz laut EU-KI-Verordnung: praktische Fähigkeiten im Umgang mit KI, Wissen über Funktionsweise und Rahmenbedingungen sowie Verständnis für Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen.
Halluzination (KI)Ein Fehler, bei dem ein KI-System eine Ausgabe erzeugt, die falsch oder erfunden ist, aber als zutreffend wirkt – zum Beispiel wenn ein Sprachmodell nicht existierende Fakten als wahr darstellt.
RisikoprofilEine Einschätzung, wie hoch das mögliche Risiko eines bestimmten KI-Systems ist, abhängig von Einsatzbereich, Zielgruppe und möglichen Schäden.
KI-KompetenzmatrixEine tabellarische Übersicht, die für jede Rolle im Unternehmen festhält, welche KI-Kenntnisse benötigt werden und wie häufig Schulungen stattfinden sollen.
LernpfadEine strukturierte Abfolge von Lernschritten und Schulungsmodulen, die auf die jeweilige Rolle und das Vorwissen einer Person zugeschnitten ist.
WirksamkeitsprüfungEine Überprüfung, ob eine Schulung tatsächlich dazu geführt hat, dass die Teilnehmenden das Gelernte verstanden haben und in der Praxis anwenden können.
ComplianceDie Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, internen Regeln und Richtlinien, die für eine Organisation und ihren Betrieb gelten.
Lernende OrganisationEin Unternehmen, das systematisch aus Erfahrungen und Fehlern lernt, Wissen kontinuierlich aufbaut und sich so stetig an neue Anforderungen und Entwicklungen anpasst.
Übertragbarkeit (KI)Die Fähigkeit eines KI-Modells, auch in neuen oder veränderten Situationen zuverlässige Ergebnisse zu liefern, die über die ursprünglichen Trainingsdaten hinausgehen.
Was bedeutet …
Denk kurz nach, dann aufdecken.
Begriffe mit „Noch nicht“ kommen in der nächsten Lektion wieder.